Billard Grand Prix in Neckarsulm Christian Reimering gewinnt zum erstenmal die b & a Classic Bericht von Wolfgang Fischer Heilbronner-Stmme vom 2.1.2006
Seinem tollen Lauf am Finalnachmittag und Abend verdankte Christian Reimering aus Leverkusen den Sieg beim „Revillo-Cup“ im Neun-Ball-Billard im Neckarsulmer „Carambolage“. Bei
seiner dritten Finalteilnahme am ältesten deutschen Grand-Prix-Turnier Deutschlands gelang ihm endlich der erste Erfolg. Reimering galt bereits vor dem Halbfinale zumindest bei den Insidern zu den Favoriten. „Er spielt einfach Klasse heute und hat vor allem einen guten Lauf“, meinte ein versierter Beobachter.
Vor dem 9:3-Sieg im Endspiel gegen Florian Hammer (Stuttgart-Feuersee) hatte er im Halbfinale
Andreas Roschkowsky (Pfullingen) 9:6 und im Viertelfinale den Babenhauserner Shervin Rahimi 9:3 sicher in den KO-Tod geschickt. Der 34-Jährige spielt für Fulda in der Bundesliga und gehört dem deutschen Europameister-Team an Bereits dreimal war er Deutscher Mannschaftsmeister.
Er fühle sich wohl in Neckarsulm, die Atmosphäre gefalle ihm und das sei für ihn bei einem Turnier wichtig. Dennoch, die mentalen Anforderungen seien hoch: „Die Leute in der Endrunde sind alle gut und
ich muss in jedem Satz 100 Prozent geben“.
Bereits im Viertelfinale gab es die Neuauflage des Endspiels von 2004. Dabei gelang dem für den Deutschen Mannschaftsmeister Dachau spielenden Griechen Evangelos Vettas mit 9:7 die Revanche gegen seinen Bezwinger Bernd Jahnke (Straubing). „Es wurde Zeit, dass ich nach etlichen Niederlagen gegen ihn wieder einmal gewinne“, meinte Vettas anschließend. Jahnke
wirkte dieses Mal nicht so konzentriert und ärgerte sich, dass er bei einer 7:5-Führung die Chance zum achten Punkt vergab. Das Spiel kippte zu Gunsten seines Kontrahenten.
Bester regionaler Spieler war der Heilbronner Peter Busarac, der in die Runde der letzten 32 vorstossen konnte, hier aber gleich an Rahimi scheiterte (5:9). Bis in die KO-Runden schaffte es die erst 20-jährige Bretzfelderin Tina Vogelmann. Seit vielen Jahren
war sie die erste Frau, die unter den besten 64 stand, dort aber zuerst den Direkteinzug unter die 32 Besten und dann auch in der Trostrunde keine Chance hatte. Die Landesligaspielerin in Wiesloch wurde als 49. am Ende notiert. WoFi |